Was gehört in einen Tagebucheintrag, damit er beim MD etwas wert ist?
Ein Eintrag ist beim Medizinischen Dienst (MD) dann etwas wert, wenn er zeigt, wie viel Hilfe nötig war, wie oft und wie lange. Die App hat dafür feste Felder. Je mehr davon du ausfüllst, desto klarer wird das Bild, und desto weniger hängt alles am Freitext.
Die Felder eines Eintrags, und was sie für den MD bedeuten
| Feld in der App | Was es zeigt | Tipp |
|---|---|---|
| Datum und Uhrzeit | Wann geholfen wurde | Nachts zählt besonders. Trag ruhig mehrere Einträge am Tag ein. |
| Pflegeaufwand | Wie belastend der Tag insgesamt war, von „Sehr gering“ bis „Sehr hoch“ | Auch ruhige Tage eintragen. Ein ehrlicher Verlauf ist glaubwürdiger. |
| Pflegetätigkeiten | Wobei geholfen wurde, zum Beispiel Waschen, Anziehen, Essen | Tippe die Tätigkeiten an. Wie lange etwas dauert, zählt beim MD mit, siehe unten. |
| Medikamentengabe | Welche Medikamente du gegeben hast, mit Menge | Zeigt einen regelmäßigen Bedarf, den der MD sonst nicht sieht. |
| Besonderer Tag | Anlässe wie Arztbesuch, Notfall, Therapie oder Krankenhausaufenthalt | Solche Tage erklären, warum der Aufwand gerade höher war. |
| Eintrag (Freitext) | Alles, was die Felder nicht erfassen | Hier gehört hin, wie du geholfen hast: ganz übernommen, teilweise oder nur angeleitet. |
| Fotos | Zum Beispiel Wunden oder Hilfsmittel | Können mit in den PDF-Bericht. |
Wie lange hat es gedauert?
Für den MD zählt nicht nur, wobei du hilfst, sondern auch, wie viel Zeit das kostet. Dafür gibt es zwei Wege:
- Standarddauer (kostenlos): Unter Einstellungen → Pflegetätigkeiten kannst du bei jeder Tätigkeit eine Standarddauer in Minuten hinterlegen, auf Wunsch auch je gepflegter Person. Tippst du die Tätigkeit im Eintrag an, rechnet die App diese Dauer automatisch mit. In der Zusammenfassung und im PDF-Bericht steht dann die gesamte Pflegezeit.
- Erweiterte Zeiterfassung (Premium): Ebenfalls unter Einstellungen → Pflegetätigkeiten einschalten. Dann hältst du für jede Tätigkeit Beginn und Ende fest, direkt nachdem du sie angetippt hast. Das ist genauer, wenn eine Tätigkeit mal länger und mal kürzer dauert.
Den Freitext musst du nicht tippen. Mit der Spracheingabe sprichst du ihn direkt nach der Pflege ein, solange du noch alles weißt.
Wird das beim MD überhaupt gelesen?
Den MD erreicht dein Tagebuch nicht von allein. Du legst es bei der Begutachtung vor. Dafür machst du aus deinen Einträgen einen PDF-Bericht:
- Öffne unten den Bereich Tagebuch.
- Tippe oben auf das PDF-Symbol.
- Wähle den Zeitraum und was in den Bericht soll, zum Beispiel Einträge, Pflegetätigkeiten, Stimmungen oder Fotos.
Der Bericht fasst den Zeitraum zusammen, zum Beispiel wie viele Tage dokumentiert sind und welche Pflegetätigkeiten wie oft vorkamen. Danach folgen die einzelnen Einträge. Die Gutachterin oder der Gutachter muss sich also nicht durch jeden Eintrag lesen, um den Aufwand zu erkennen. Druck ihn aus und leg ihn beim Termin vor.
Die letzte Woche und die letzten 7 Tage kannst du kostenlos exportieren. Längere Zeiträume (30 Tage, letzter Monat oder ein eigener Zeitraum) gehören zu Premium.
Was inhaltlich hineingehört
Was der MD bei der Begutachtung genau bewertet und welche Alltagssituationen du festhalten solltest, haben wir in eigenen Ratgebern ausführlich erklärt: