Der Pflegegrad ist kein Bauchgefühl des Gutachters. Er entsteht aus Punkten – und die Punkte entstehen aus dem, was an Pflege wirklich anfällt. Wer das dokumentiert, sorgt dafür, dass die Punkte stimmen.

Die meisten denken, der Pflegegrad richtet sich danach, „wie krank" jemand ist. Tatsächlich misst die Begutachtung etwas anderes: wie selbstständig die Person ihren Alltag noch bewältigt. Je weniger selbstständig, desto mehr Punkte – und desto höher der Pflegegrad.
Die Kette läuft immer gleich:
Pflegeaufwand → Grad der Selbstständigkeit → Punkte je Modul → gewichtete Gesamtpunktzahl → Pflegegrad 1 bis 5.
Genau am Anfang dieser Kette steht dein Pflegetagebuch. Es macht den Aufwand sichtbar, der sonst im Alltag verschwindet – und der über die Punkte entscheidet. Was der Gutachter bei seinem einstündigen Besuch nicht sieht und du nicht belegen kannst, fließt schlicht nicht in die Bewertung ein.
Aus der Begutachtung ergibt sich eine Punktzahl zwischen 0 und 100. Diese Punktzahl wird in einen von fünf Pflegegraden übersetzt:
| Pflegegrad | Punkte | Bedeutung |
|---|---|---|
| Pflegegrad 1 | ab 12,5 | Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit |
| Pflegegrad 2 | ab 27 | Erhebliche Beeinträchtigung |
| Pflegegrad 3 | ab 47,5 | Schwere Beeinträchtigung |
| Pflegegrad 4 | ab 70 | Schwerste Beeinträchtigung |
| Pflegegrad 5 | ab 90 | Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen |
Der Abstand zwischen zwei Graden ist oft kleiner, als man denkt. Wenige Punkte entscheiden über eine spürbar höhere Leistung der Pflegekasse. Deshalb zählt jeder dokumentierte Aufwand, der sonst unter den Tisch fällt – die nächtliche Hilfe, das tägliche Anleiten beim Anziehen, die Unruhe am Abend.
Die Punkte stammen aus sechs Lebensbereichen (Modulen). Aber sie werden unterschiedlich gewichtet. Wer weiß, welcher Bereich am stärksten zählt, dokumentiert gezielter. Was die Module einzeln bedeuten, erklärt unser Ratgeber zu den sechs Begutachtungsmodulen – hier zählt nur, wie schwer sie wiegen:
Waschen, Anziehen, Essen, Toilettengang. Der mit Abstand am stärksten gewichtete Bereich – und der, den Angehörige am häufigsten unterschätzen.
Aufstehen, Gehen, Treppen, Umsetzen. Sichtbar im Termin – aber Häufigkeit und Hilfeumfang sieht der Gutachter nur, wenn es belegt ist.
Aus den Modulen 2 und 3 zählt jeweils nur der höhere Wert. Nächtliche Unruhe, Ängste und Orientierungsverlust gehören dokumentiert.
Medikamente, Verbände, Messungen, Arztbesuche. Wiederkehrende Maßnahmen summieren sich – wenn sie festgehalten werden.
Tagesablauf, Kontakte, Beschäftigung. Anleitung und Begleitung zählen – auch wenn sie selten als „Pflege" wahrgenommen werden.
Was du notierst, übersetzt der Gutachter in einen Selbstständigkeitsgrad. Vier Beispiele, wie aus einem Satz im Tagebuch eine Bewertung wird:
MeinPflegetagebuch ist an die Logik der Begutachtung angelehnt. Die Pflegetätigkeiten orientieren sich an den sechs Modulen, und ein Aufwand-Indikator hält den täglichen Bedarf in fünf Stufen fest. Du dokumentierst einfach deinen Alltag per Sprache – die App bringt es in eine Form, die der Gutachter direkt in Punkte übersetzen kann.
Am Ende erzeugt die App einen PDF-Bericht mit Zusammenfassung und Ereignistabelle. Den legst du dem Gutachter vor – oder nutzt ihn, wenn du Widerspruch gegen einen zu niedrigen Pflegegrad einlegst. Wie du den Antrag überhaupt stellst, erklärt der Ratgeber zur Antragstellung.
Ich schreibe eigentlich nie Rezensionen, aber diese App und auch der Support sind einfach klasse. Ich hatte ein Problem mit dem PDF-Export und unverzüglich eine Antwort mit Lösungsvorschlägen bekommen. Mein Problem wurde innerhalb von 2 Tagen gelöst – der Entwickler hat dafür ein neues Update entwickelt! Die App ist super übersichtlich, nicht überladen. Perfekt!
Als pflegende Mama ist die App für mich ein absoluter Gamechanger! Ich nutze sie täglich und lasse so meinen Tag Revue passieren. Bei wichtigen Arztterminen bleibe ich immer sprechfähig und kann detailliert erklären, wie meine Wochen waren. Für jemanden, der sich ohnehin schon so viel merken muss, wirklich zu empfehlen!
Für mich als pflegenden Angehörigen sehr hilfreiche App. Vor allem die jetzt auch verbesserte Spracheingabe hilft mir total. Toll, wie schnell und hilfreich der Support reagierte.
Bin sehr zufrieden, sehr viele Eingabemöglichkeiten, man kann Anregungen einbringen und falls es mal ein Problem gibt, meldet man dieses und es wird sehr schnell geholfen. Einfach top.
Am Anfang gab es ein wenig Schwierigkeiten, aber der ambitionierte Support ließ einen mit den Problemen nicht allein. So ist eine App entstanden, die den Pflege-Alltag nicht nur leichter dokumentierbar macht, sondern durch ihre Benutzerfreundlichkeit auch animiert, am Ball zu bleiben. Ich habe das Premium-Abo gebucht und würde es immer wieder tun.
Sehr gut strukturiert, Pro lohnt sich auf jeden Fall.
Einfach zu bedienen, Ausdruck vom Tagebuch möglich, Upgrade möglich.
App ist von der Struktur gut aufgebaut (nutze die kostenfreie Variante). Sehe Potenzial in Textbausteinen für wiederkehrende Pflegetätigkeiten. Gute App.
Super.
Gute App.
Es wird immer besser in den Funktionalen Bereich, so kann man tatsächlich schon viel an aussagekräftigen Ergebnissen erkennen ( wenn man es zum MD haben muss)
Übersichtlich und einfach in der Handhabung
War lange auf der Suche nach einem Pflegetagebuch, in dem ich alles festhalten und dokumentieren kann, da ich 2 Angehörige Pflege. Diese App ist dafür perfekt und es ist einfach alles immer direkt oder auch mal später einzutragen. Gerade bei Verletzungen lässt sich durch Fotos alles perfekt dokumentieren und man kann den den Fortschritt festhalten bei der Behandlung. Außerdem hat man so alles Griffbereit für den Medizinischen Dienst oder die Pflegebegutachtung. Und man kann auch Berichte ausdrucken.
Für jeden der Unterstützung und Hilfe beim Führen eines Pflegetagebuch braucht, ist diese App die perfekte Möglichkeit dies schnell & einfach regelmäßig tun zu können. Hier hat sich Mal tatsächlich jemand mit diesem Problem befasst und eine für den Nutzer sehr hilfreiche App entwickelt. Für mich persönlich sehr empfehlenswert dafür gibt es volle 5. ⭐⭐⭐⭐😍
Das Beste, was mir in den letzten 20 Jahren intensiver Pflege hilft, ist dieses Pflegetagebuch. Es ist so wertvoll, ich möchte es nicht missen. Ein großes Dankeschön an Arnim!
Nein. Den Grad legt der Gutachter über Punkte fest. Aber das Tagebuch liefert die Belege, auf denen die Punkte beruhen. Ohne Dokumentation bewertet der Gutachter nur, was er in einer Stunde sieht.
Pflegegrad 1 ab 12,5 Punkten, Grad 2 ab 27, Grad 3 ab 47,5, Grad 4 ab 70, Grad 5 ab 90. Maximal sind 100 Punkte möglich.
Es sorgt dafür, dass tatsächlicher Aufwand erkannt wird, der sonst untergeht – nächtliche Hilfe, Anleitung, Verhaltensauffälligkeiten. Genau diese Belege können den Ausschlag für den nächsthöheren Grad geben.
Die Selbstversorgung mit 40 %. Deshalb lohnt es sich besonders, Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen und Toilettengang genau festzuhalten.
Lade die App herunter und mach deinen ersten Eintrag. Du gehst nie wieder ohne Überblick in ein Gespräch.
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