„Seit wann tut das weh?" – beim Arzt fällt die Antwort oft dünn aus. Schmerz kommt und geht, und bis zum Termin ist das meiste vergessen. Ein Schmerztagebuch hält jedes Ereignis fest: wann, wo, wie stark, wodurch. In der App dauert das keine halbe Minute.

Ein Arzttermin ist eine Momentaufnahme. Genau in dieser Viertelstunde tut vielleicht gerade nichts weh – oder deine Mutter sagt „Geht schon", weil sie niemandem zur Last fallen will. Was der Arzt eigentlich wissen muss, liegt in den Tagen davor:
Dazu kommt: Häufige Schmerzen sind Teil des Pflegealltags, den die Pflegekasse bewerten will. Wie du den Pflegeaufwand insgesamt dokumentierst, liest du im eigenen Ratgeber.
Ein brauchbares Schmerzprotokoll beantwortet sechs Fragen. Die App fragt sie für dich ab – meist reicht Antippen:
Die Uhrzeit ist bei Schmerz eine Kerninformation. Sie wird automatisch gesetzt und lässt sich nachträglich ändern.
Ein Wert auf der Zahlenskala, von „kein Schmerz" bis „stark". Genau ein Wert je Ereignis, damit der Verlauf vergleichbar bleibt.
Kopf, Rücken, Hüfte, Knie und weitere – auch mehrere zugleich.
Stechend, ziehend, drückend, brennend, pochend, krampfartig oder dumpf.
Bewegung, Aufstehen, Berührung, Essen, Toilettengang – oder bewusst „kein erkennbarer Auslöser".
Von unter 5 Minuten bis über 2 Stunden. Weißt du es noch nicht, trägst du die Dauer später nach.
Zwei Beispiele, wie die Einträge im PDF-Bericht und in der Wochenzusammenfassung erscheinen:
Ein einzelnes Schmerzereignis, so wie es im PDF-Bericht für den Arzt steht.
Die Auswertung einer Woche: Hier fällt sofort auf, dass der Schmerz fast immer beim Aufstehen kommt.
Diese Muster siehst du auf einem Zettel erst, wenn du ihn abends mühsam durchzählst. In der App stehen sie am Ende der Woche fertig da.
Bei fortgeschrittener Demenz oder nach einem Schlaganfall fällt die Frage „Wie stark ist der Schmerz?" ins Leere. Schmerz zeigt sich dann im Verhalten. Pflegekräfte nutzen dafür Beobachtungsskalen wie die BESD (Beurteilung von Schmerzen bei Demenz). Sie achtet auf fünf Merkmale:
Du musst die Skala nicht ausfüllen. Aber diese fünf Punkte helfen beim Hinschauen. In der App trägst du dann deine Einschätzung als Stärke ein und schreibst in die Notiz, was du beobachtet hast: „Hat beim Waschen das Gesicht verzogen und meinen Arm weggeschoben." Für den Arzt ist das wertvoller als jede Zahl.
Was bei Demenz sonst noch ins Pflegetagebuch gehört, steht unter Pflegetagebuch bei Demenz.
Ein Schmerzprotokoll auf Papier funktioniert – solange es griffbereit liegt, wenn der Schmerz kommt. Der Unterschied liegt in der Auswertung:
| Vorlage auf Papier | App | |
|---|---|---|
| Eintrag anlegen | Spalten von Hand ausfüllen | Antippen, Uhrzeit kommt automatisch |
| Dauer später ergänzen | Nur wenn Platz ist | ✓ Dauer nachtragen |
| Häufigster Auslöser | ✗ Selbst durchzählen | ✓ In der Wochenzusammenfassung |
| Verlauf über Wochen | ✗ Blätter vergleichen | ✓ Trend zum Vorzeitraum |
| Beim Arzttermin | Nur wenn du daran denkst | ✓ Auf dem Handy, als PDF teilbar |
Ja. Du notierst, was du siehst und was sie dir sagt: wann, wo, wie stark, wodurch und wie lange. Kann sie die Stärke nicht selbst angeben, trägst du deine Einschätzung ein und beschreibst in der Notiz, woran du sie festmachst.
0 heißt kein Schmerz, 10 der stärkste vorstellbare. Entscheidend ist weniger die einzelne Zahl als der Verlauf über Tage und Wochen – etwa nach einer Medikamentenumstellung.
Ja. Erfassen, der Verlauf der letzten 30 Tage, die Wochenzusammenfassung und der PDF-Bericht der letzten 7 Tage sind kostenlos. Mit Premium lädst du ältere Einträge nach und exportierst beliebige Zeiträume. Alle Funktionen im Überblick: Funktionen.
Lade die App herunter und mach deinen ersten Eintrag. Du gehst nie wieder ohne Überblick in ein Gespräch.
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