„Sie isst doch" – aber wie viel? Wenn ältere Menschen den Appetit verlieren, geht das selten von heute auf morgen. Der Teller bleibt halb voll, das Abendbrot fällt aus, und erst die Waage zeigt, dass etwas nicht stimmt. Ein kurzes Protokoll je Mahlzeit macht den Rückgang sichtbar, bevor er gefährlich wird.

Wer jeden Tag mit am Tisch sitzt, gewöhnt sich an kleine Veränderungen. Eine halbe Portion hier, ein ausgelassenes Frühstück dort – jeder einzelne Tag wirkt unauffällig. Erst in der Summe wird daraus ein Problem:
Für das Trinken gilt dasselbe, nur schneller: Wie du die Flüssigkeitsmenge im Blick behältst, steht im Ratgeber zum Trinkprotokoll.
Appetitlosigkeit ist ein Zeichen, keine Diagnose. Hinter ihr steckt oft etwas, das sich behandeln lässt. Typische Gründe bei älteren Menschen:
Hier spielt das Protokoll seine Stärke aus: Sinkt der Appetit kurz nach einer neuen Tablette? Isst sie mittags gut, abends aber kaum? Solche Muster grenzen die Ursache ein – und welche Medikamente wann umgestellt wurden, hast du dann gleich daneben.
Bei älteren Menschen gilt ein ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 5 Prozent in drei Monaten als Warnzeichen für eine Mangelernährung. Das ist weniger, als man denkt:
| Ausgangsgewicht | 5 % davon | Warnzeichen, wenn in 3 Monaten unter |
|---|---|---|
| 50 kg | 2,5 kg | 47,5 kg |
| 60 kg | 3 kg | 57 kg |
| 70 kg | 3,5 kg | 66,5 kg |
| 80 kg | 4 kg | 76 kg |
Wiege deshalb einmal pro Woche, möglichst zur gleichen Tageszeit. Ohne regelmäßige Werte fällt ein Verlust von drei Kilo kaum auf – Kleidung sitzt bei älteren Menschen oft ohnehin locker. Rutscht das Gewicht über diese Schwelle, gehört das zum Hausarzt.
Zwei Listen, die zusammen ein klares Bild ergeben – und die du beim Hausarzt einfach auf dem Handy zeigst.

Von 62,8 auf 61,4 Kilo in knapp zwei Wochen: Im Alltag spürt das niemand, in der Liste steht es schwarz auf weiß. Das Gewicht trägst du bei den Vitalwerten ein und blendest alle anderen Werte aus, wenn ihr sie nicht braucht.
Vier Mahlzeiten am Tag, fünf Stufen je Portion: nichts, ein Viertel, die Hälfte, drei Viertel, alles. Im Bild oben steht beim Frühstück „Nichts gegessen" – der Teller blieb voll. Beim Abendessen steht ein Strich: noch nicht erfasst. Die App hält beides auseinander, damit vergessene Einträge den Durchschnitt nicht verfälschen.
Darunter der Verlauf: Pro Tag siehst du, wie viele Mahlzeiten erfasst sind und welcher Anteil im Schnitt gegessen wurde. Sinkt die Zahl über Tage, ist das kein Gefühl mehr, sondern ein Befund. Am Ende der Woche fasst die App alles zusammen:
Eine Woche auf einen Blick, dazu der Vergleich mit der Vorwoche. Diese zwei Zeilen sind beim Hausarzt mehr wert als jede Schätzung.
Wenn sie über Wochen anhält oder das Gewicht sinkt. Als Warnzeichen gilt ein ungewollter Verlust von mehr als 5 % in drei Monaten – bei 60 kg also schon 3 kg. Dann sollte der Hausarzt draufschauen.
Nach jeder Mahlzeit den Anteil der Portion festhalten: nichts, ein Viertel, die Hälfte, drei Viertel oder alles. Dazu wöchentlich das Gewicht. Die App rechnet den Wochenschnitt selbst aus.
Nein. Der Anteil der gegessenen Portion zeigt zuverlässig, ob jemand weniger isst als früher. Alles Weitere klärt bei Bedarf eine Ernährungsfachkraft. Was die App sonst noch erfasst: Funktionen im Überblick.
Lade die App herunter und mach deinen ersten Eintrag. Du gehst nie wieder ohne Überblick in ein Gespräch.
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